Wein in Kanada
Weine aus Kanada bekommen wir mittlerweile in jedem Supermarkt und beim örtlichen Weindepot sowieso. Noch vor wenigen Jahren waren es eher die Deutschen Rebsorten, die den privaten Weinkennern und Sommeliers vor Verzückung die besten Kritiken entlockten, heute ist man internationaler.
In Kanada wird Wein seit dem 19. Jahrhundert angebaut, allerdings nicht in allen zehn Provinzen, sondern nur in vier, die geographisch und klimatisch dem Weinanbau gerecht werden können. In Kanada werden Rotweine, Weißweine, Schaumweine und Roséweine (entstehen durch die Kelterung roter Trauben in einem Herstellungsverfahren für Weißwein). Kanadische Weine sind meistens trockene Weine, süße Weine und Weine für Desserts werden weniger hergestellt.
Kanada ist er weltweit größte Produzent einer ganz besonderen Köstlichkeit: dem Eiswein. Hier werden die Trauben bis zum Frost an der Rebe gelassen und anschließend in durchgefrostetem Zustand gekeltert. Dieser Prozess bringt einen süßen und Edlen Traubensaft hervor, der jeden Gaumen verwöhnt, der süße Nuancen liebt und dennoch eine kräftige Säure beim Abgang hinterlässt.
Deutschland importiert grob geschätzt etwa 10.000 Liter Wein aus Kanada pro Jahr.
Viele international bekannte und zugelassene Rebsorten werden in Kanada angebaut. Einige bekannte weiße Rebsorten sind Chardonnay, Silvaner oder Goldriesling. Geläufige rote Rebsorten wie Tempranillo, Pinot Noir oder Dornfelder runden das Bild der kanadischen Trauben ab. Das kühle aber milde Klima sorgt für ein gleich bleibendes Wachstum der Reben und mindert Probleme von Trockenheit oder schwüler Hitze.
Ob ein Wein aus Kanada für den persönlichen Geschmack in Frage kommt, kann bei einer Verkostung in einer guten Fachhandlung für Weine teilnehmen, um die geschmacklichen Vorzüge kennen zu lernen.